Um Schülerinnen und Schüler in der Bewältigung des Lernstoffs zu unterstützen sollten sowohl die Pfingst- als auch die Sommerferien um eine Woche verkürzt werden. Dadurch kann die verlorene Zeit der letzten Wochen aufgeholt und Lerndefizite bewältigt werden. Insbesondere im Hinblick auf die Abschlussklassen des nächsten Jahres ist festzustellen, dass der Zeitraum um Ostern zur effektiv Lernstoffbewältigung dient.

Am vergangenen Wochenende befürwortete der Offenburger Bundestagsabgeordnete Dr. Wolfgang Schäuble eine Verkürzung der Schulferien für das restliche Schuljahr. Die Junge Union Ortenau hat sich daraufhin mit der Forderung nach einer Verkürzung der Pfingst- und Sommerferien um eine Woche an den parlamentarischen Staatssekretär im Kultusministerium Volker Schebesta gewandt.

In den vergangenen Wochen haben sich auch die Hochschulen und Universitäten zu diesem Schritt durchgerungen. Durch eine solche Verkürzung könnte die verlorene Zeit der vergangenen Wochen aufgeholt werden.

Da ein etwaig gebuchter Sommerurlaub in diesem Jahr aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie höchstwahrscheinlich ohnehin ausfallen müsste, können die Ferien im Hinblick auf diesen Aspekt bedenkenlos um jeweils eine Woche verkürzt werden.

Es solle durch die Forderung nicht suggeriert werden, dass die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte in den vergangenen Wochen „Ferien“ hatten. Vielmehr wird darauf reagiert, dass digitale Lernangebote schleppend und mit Verzögerungen anliefen und keinesfalls den tatsächlichen Lernbetrieb in den Schulen ersetzen konnten. Durch den Unterrichtsausfall der vergangenen Wochen sind viele Fächer zu kurz gekommen. Dies müsse nun in zusätzlicher Unterrichtszeit nachgearbeitet werden. Dass Unterricht in der gebotenen Tiefe gerade nicht möglich war, zeigen die vielfältigen Forderungen der Abschlussjahrgänge.

Den Schülern könnte durch eine Verkürzung der Ferienzeit unterstützend unter die Arme gegriffen werden. Sie sind die Leidtragenden, die innerhalb einer durch die Corona-Krise verkürzten Unterrichtszeit den gleichen Umfang des Lernstoffs bewältigen müssen. Im Hinblick auf die Abschlussklassen, wie beispielsweise die Kurstufe 1 kann dies gerade auch für die Prüfungen im nächsten Jahr höchst relevant werden. Nur durch eine Kompensation kann erreicht werden, dass die Qualität der Abschlussleistungen und der Zeugnisnoten nicht unter den Einschnitten in diesem Jahr leiden.

Durch eine Verkürzung der Ferienzeiten würden auch die Schulen entlastet, die für die Maßnahmen der Entzerrung längere Zeit hätten und dadurch zwei weitere Wochen zur Beschulung erhalten würden.

Gleichzeitig könnten die Lehrkräfte, die in der letzten Zeit nur durch digitalen Unterricht Kontakt zu ihren Schülern halten konnten, nun das während der Corona-Zeit gelernte vertiefen und über einen längeren Zeitraum gestreckt abprüfen. Es wäre fatal, wenn nach der Wiederaufnahme des Schulbetriebs die Schülerinnen und Schüler innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl von Klausuren schreiben müssten.

Gerade Kinder in den unteren Klassen aus Familien mit arbeitenden Eltern oder sozial schwachen Familien, die keine Unterstützung zu Hause erhielten, könnten ihre möglichen Schwächen wieder ausgleichen.

Zuletzt würde eine Unterstützung der arbeitenden Eltern erreicht, die nach einem möglichen Ende des Shutdowns eine erhebliche Mehrarbeit leisten müssen. Ihnen würde die Kinderbetreuung erleichtert.

Die Verkürzungen der Schulferien wäre daher ein gutes Zeichen der Solidarität mit allen Wirtschaftszweigen, die gerade unter besonderem Druck stehen. Auch die Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte würden ihren Teil zur gesellschaftlichen Bewältigung der Krise leisten.

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