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Alles spricht für Stuttgart 21
Junge Union und Junge Liberale werben mit einem Infostand für das Bahnprojekt

„Die Stuttgart-21-Gegner sind einfach nur schlechte Verlierer“, so die JU Kreisvorsitzende Madline Gund in Anspielung auf das aufgeregte Verhalten der S21-Gegner nach dem bestandenen Stresstest. In den vergangenen Monaten haben Anti-S21-Aktivisten immer wieder versucht in Fußgängerzonen Ortenauer Städte gegen das Bahnprojekt zu mobilisieren – und das obwohl die Grünen den Ministerpräsidenten stellen. Nicht nur deshalb haben Junge Liberale und Junge Union einen Infostand in der Offenburger Innenstadt organisiert: „Auch vor dem Hintergrund der Volksabstimmung wollen wir mit einem Infostand darauf aufmerksam machen, dass die Vorteile beim Bahnprojekt überwiegen“, so der Vorsitzende der Ortenauer JuLis, Jan Sachs. „Die Bündnisse gegen Stuttgart 21 gehen sehr populistisch vor. Dem müssen wir etwas entgegensetzen“, stimmt Gund zu

Bemerkenswert finden die beiden Kreisvorsitzenden die Rolle der Presse, insbesondere des SWR-Fernsehens. Vor dem 27. März hätte der Fernsehsender nahezu jeden Tag ausführlich über das Bahnprojekt berichtet. Nach dem Wahltag seien plötzlich deutlich weniger Beiträge zu S21 und auch Fukushima ausgestrahlt worden. Eine „unglaubliche Frechheit“, bezeichnet das Jan Sachs. Im Übrigen sei es, so Gund, „völlig überflüssig“ jetzt noch große Demonstrationen zu veranstalten, wo doch gerade jene Partei an der Macht ist, die auch mit ihrer Dagegen-Haltung in Bezug auf Stuttgart 21 die Wahl gewonnen habe.

„Es ist einfach nur unbegreiflich, wie man gegen dieses zukunftsweisende Projekt sein kann“, so Gund. Und selbst wenn die kosten stiegen, könne man „Großprojekte mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren nicht auf den letzten Cent genau kalkulieren“, sagt Sachs. Junge Union und Junge Liberale führen an, dass der umgebaute Bahnhof nicht nur die Kapazität der Zugfahrten steigert, sondern auch komfortableres Reisen ermöglicht. So beträgt die Fahrzeit vom Stuttgarter Hauptbahnhof zum Flughafen weniger als zehn Minuten. Mit dem jetzigen Bahnhof würde es dreimal so lange dauern. Außerdem stehen Reisenden mit dem neuen Bahnhof mehr Rolltreppen und Aufzüge zur Verfügung. „Die Grünen sind wohl deshalb gegen S21, weil sie ihr schweres Gepäck lieber von Hand mühsam über viele Treppen schleppen“, so Gund. Mit dem Bau von S21 geht die Optimierung der Verbindung zwischen der Landeshauptstadt und Ulm einher. Diese Strecke ist der entscheidende Lückenschluss auf der europäischen Magistrale Paris-Wien-Budapest. „Für eine Region im Wettbewerb mit den wirtschaftlichen Zentren Europas ist das ein entscheidender Standortvorteil“ (Sachs). So können Arbeitsplätze nicht nur in Stuttgart und Ulm, sondern dem gesamten exportabhängigen Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg gesichert werden. aka


[24.08.2011]
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