Vorsitzende der Jungen Union Oberkirch/Renchtal und Stadträtin Vera Huber schaltet sich in Standort-Diskussion ein / Forderung nach klarem Bekenntnis für bestehenden Standort

Vera Huber, Stadträtin in Oberkirch und Vorsitzende der Jungen Union Oberkirch/Renchtal will den Klinik-Standort erhalten. Sie moniert, dass die Interessen der Bürger kaum Beachtung finden und appelliert, die Zukunft des Hauses nicht dem Zufall zu überlassen.

Oberkirch. Schon länger schwelt die Diskussion um die drohenden Schließungen der Klinikstandorte in Oberkirch, Gengenbach, Ettenheim und Kehl. Erst im März haben sich die Gemeinderäte Bad Peterstal-Griesbachs, Oppenau, Lautenbach und Oberkirch öffentlichkeitswirksam für den Erhalt des Standorts in Oberkirch positioniert.

Die Diskussion über dieses Thema bewegt – und reißt nicht ab. Auch Vera Huber (CDU), Stadträtin in Oberkirch und Vorsitzende des Stadtverbandes Oberkirch/Renchtal, zeigt Kante gegen die in weiten Teilen der Bevölkerung verschriene „Agenda 2030“: „Es bringt nichts, die Unwirtschaftlichkeit des Standorts Oberkirch herbeizureden“, schlägt sie auf den Tisch. Und weiter: „Die Aufgabe des Standorts geht zu Lasten der Bevölkerung im Renchtal. Es kann nicht angehen, dass überhaupt in Erwägung gezogen wird, die Interessen der Bürger unter die Räder kommen zu lassen.“

Zügige Nachfolge für Leitung der inneren Medizin gefordert

Mit vier Forderungen greift sie die Agenda-Befürworter an: Die Geburtshilfe müsse weiterhin in Oberkirch bleiben. „Dazu bedarf es einer zukunftsweisenden Bestandsgarantie für diese Abteilung und die Unterstützung der Belegärzte.“ Zudem müsse die Notfallversorgung bis 20 Uhr und außerdem an Wochenenden sichergestellt sein. Weiter ruft sie nach einer „zügigen Neubesetzung der Nachfolge des Ärztlichen Leiters der Inneren Medizin“. Und ihre letzte Forderung: „Es muss ein klares Bekenntnis zum Klinikstandort Oberkirch geben. Im Idealfall beschließt der Kreistag eine Resolution für den Erhalt aller Standorte, die auf der Kippe stehen.“

„Auch künftige Generationen haben ein Recht auf wohnortnahe Grundversorgung“, begründet sie ihren Standpunkt und rechnet vor: „Wird das Oberkircher Klinikum geschlossen, brauchen Patienten aus dem Oberen Renchtal länger zum nächsten Klinikstandort. Das mache ländliche Räume nicht gerade attraktiver, aber im Ernstfall lebensbedrohlicher.“ Schon jetzt könnten die gesetzlich vorgeschriebenen Zeiten für die Anfahrt von Rettungsdiensten kaum eingehalten werden.

„Es bringt uns nichts, die Zukunft unseres Oberkircher Klinikums dem Zufall zu überlassen“, appelliert Huber.

Mitglieder der Jungen Union im Gespräch mit Herrn Dr. Bernhard (Vorsitzender des Fördervereins Ortenau-Klinikum Oberkirch e.V.)