In der vergangenen Woche wurde viel über die Ressortverteilung diskutiert. Auch die Junge Union Ortenau ist nicht zufrieden mit den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen und auch nicht mit der Verteilung der Ministerien. „Wir haben einen hohen Preis gezahlt“, meint Felix Ockenfuß, Kreisvorsitzender der JU Ortenau: „Dass drei wichtige Schlüsselministerien wie das Bundesministerium der Finanzen, das Ministerium für Arbeit und Soziales sowie das Auswärtige Amt von Sozialdemokraten geführt werden ist nicht verhältnismäßig.“ Wichtige europapolitische Bereiche fielen nun in den Kompetenzbereich der SPD. Die Junge Union Ortenau sieht diese Entwicklung mit großer Sorge.

„Gerade im Finanzministerium hätten wir uns einen CDU-Politiker gewünscht“, betont Anja Heckendorf, stellvertretende Kreisvorsitzende. Die Junge Union Ortenau befürchtet, dass in den kommenden Jahren wieder Steuergeschenke verteilt und Schulden aufgenommen werden – zu Lasten der jungen Generation. Für die Junge Union Ortenau ist der Verlust von Dr. Wolfgang Schäuble als Finanzminister nach wie vor bedauerlich.

Ebenso bedauerlich findet die Junge Union, dass viele Warnsignale in den vergangenen Jahren, welche zu der momentanen Situation geführt haben, von der Parteispitze nicht wahrgenommen wurden. „Wir haben nicht ausreichend über die enormen Stimmverluste bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 diskutiert. Parteitagsbeschlüsse wie beispielsweise zur doppelten Staatsbürgerschaft wurden ignoriert. Wir müssen wieder zurück zu unseren Wurzeln und müssen unser Profil wieder schärfen“, kritisiert Claudius Wurth, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender.

Die Junge Union Ortenau hält indes nichts davon jetzt über die Personalie Angela Merkel zu diskutieren: „Das hätten wir sonst vor der Bundestagswahl machen müssen“, so Ockenfuß. Der Jungen Union sei es aber überaus wichtig, dass die Union sich jetzt wirklich einen Ruck gibt und sich für die Zukunft aufstellt – in allen Belangen, inhaltlich wie auch personell.