»Das starke Ergebnis der AfD liegt auch am Versagen der CDU«, bilanziert Madline Gund, Vorsitzende der Jungen Union Ortenau. »Es kann nicht sein, dass es die AfD geben muss, weil sich die CDU unfähig zeigt, einen konservativen Flügel zuzulassen«, kritisiert sie. Das gute Abschneiden der Rechtspopulisten führt sie insbesondere auf den Mitte-Links-Kurs der JU-Mutterpartei zurück. Systematisch seien in den vergangenen Jahren konservative Positionen aufgegeben worden. Das prominenteste Beispiel sei die Flüchtlingskrise, bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel die Grenzen für alle wahllos öffnete, ohne Rücksicht, etwa auf innere Sicherheit, zu nehmen. »Da darf man sich nicht wundern, wenn eine knappe Million Wähler von der CDU zur AfD abgewandert sind.« Zudem unterschieden sich die großen Parteien, CDU und SPD, nur in Nuancen. »Es hätte nicht geschadet, wenn die CDU ihr Profil besser herausgearbeitet hätte«, sagt Gund weiter. »Wir erwarten eine aufrichtige und demütige Analyse der Wahlergebnisse«, so ihre Forderung.